- Die Sygnum Bank betont, dass die Tokenisierungsrevolution der DTCC weit über eine neue Produkteinführung hinausgeht; sie setzt einen neuen Standard für den Wertfluss zwischen Institutionen.
Die Einführung der Blockchain-Technologie durch die Depository Trust & Clearing Corporation (DTCC) signalisiert einen Paradigmenwechsel in der Art und Weise, wie Werte im Finanzsektor fließen. Sie beschleunigt den Übergang von etwas, das einst nur als Modewort oder Konzept galt, das in jahrelangen Testzyklen feststeckte, hin zur breiten Akzeptanz.
Sygnum Bank ging in ihrem jüngsten Kommentar auf die fortschreitende Entwicklung des Finanzwesens ein. Sie hob hervor, wie der Schritt der DTCC die DNA der Tokenisierung neu definiert, während diese skaliert wird, um sich mit traditionellen Finanzen zu verschmelzen.
Der Vorstoß der DTCC in Richtung tokenisierter Abwicklungswege
Laut der weltweit ersten regulierten Bank für digitale Währungen konzentrieren sich die meisten Nachrichten zur Tokenisierung auf neue Produkte. Daher werden dabei oft die Entwicklungen übersehen, die wirklich wichtig sind: wie die DTCC bestehende Abwicklungswege auf die Blockchain verlagert.
Die DTCC ist das Herzstück der US-Finanzmärkte und sorgt für eine zeitnahe und sichere Handelsabwicklung unter institutionellen Teilnehmern. Die Organisation wickelt jährlich Transaktionen im Wert von Quadrillionen ab, wobei die Zahlen von 3 Quadrillionen US-Dollar im Jahr 2023 auf 4,7 Quadrillionen US-Dollar im Jahr 2025 steigen werden. Gleichzeitig stieg der durchschnittliche Tageswert, den sie über die National Securities Clearing Corporation (NSCC) abwickelt, im gleichen Zeitraum von 1,93 Billionen Dollar auf 3,01 Billionen Dollar.

Die DTCC startet im Juli dieses Jahres den begrenzten Handel mit realen Vermögenswerten (RWAs), die von ihrer Tochtergesellschaft, der Depository Trust Company (DTC), tokenisiert wurden. Anschließend plant das Unternehmen bis Oktober eine breitere Einführung des Dienstes.
Die DTC verwahrt derzeit Vermögenswerte im Wert von über 114 Billionen US-Dollar. Gleichzeitig bauen die größten US-Banken jetzt ein gemeinsames Netzwerk für tokenisierte Einlagen auf.
Warum die Leute genauer hinschauen müssen
Sygnum erklärte, dass die Öffentlichkeit aufmerksam sein muss, wenn die etablierte Abwicklungsschicht und das Bankgeld bereits auf die Blockchain verlagert werden. Das bedeutet, dass die Tokenisierung sich von einem experimentellen Ansatz zu einer zentralen Marktinfrastruktur wandelt.
Zudem betonte Sygnum, dass der laufende Wandel den Unterschied zwischen der bloßen Einführung eines tokenisierten Fonds und einem strukturellen Wandel unterstreicht. Ein neues Produkt fährt lediglich auf bestehenden Schienen, während ein struktureller Wandel die zugrunde liegenden Gleise komplett neu aufbaut und umleitet. Insgesamt verändert Letzteres die Standards.
Wenn ein traditioneller Vermögensverwalter ein tokenisiertes Wertpapier auf den Markt bringt, führt er lediglich ein lokalisiertes Finanzprodukt ein. Das bedeutet, dass das Produkt weiterhin über die bestehenden T+1- oder T+2-Netzwerke abgewickelt werden muss. Das System stützt sich zudem auf Standardabläufe und Marktöffnungszeiten.
Andererseits schafft die Integration des Zentralregisters, das die weltweit tiefsten Liquiditätspools beherbergt, in eine dezentrale Architektur eine völlig neue architektonische Grundlage für jedes darauf aufbauende Finanzprodukt.
„Die Modernisierung der Abwicklungswege für traditionelle Wertpapiere ist die Domäne der DTCC. Das ergänzende Element sind digitale Währungen, deren regulierte Emission, Verwahrung und Abwicklung, die in einer Verwahrung auf Bankenniveau erfolgen“, sagte Synum. „Unterschiedliche Wege, dieselbe Richtung – und in beiden Fällen ist es die regulierte Infrastruktur, die die Tokenisierung vom Pilotprojekt zum Marktstandard macht.“







