- Tether hat die 1,4-Milliarden-Dollar-Finanzierungsrunde von NEURA Robotics für die Massenproduktion von KI-gestützten kognitiven Robotern angeführt.
- Der Stablecoin-Riese plant außerdem, die Maschinenwirtschaft von Neuraverse voranzutreiben, indem er sein Toolkit für selbstverwaltete Wallets direkt in den Arbeitsablauf des Roboternetzwerks integriert.
Paolo Ardoino, CEO von Tether, erinnerte sich daran, dass er sich als Kind zu Weihnachten unbedingt einen Emilio-Roboter gewünscht hatte, einen interaktiven, ferngesteuerten Spielzeugroboter. Er bekam jedoch nie einen.
Jetzt lässt Ardoino seinen Traum von einer robotischen Zukunft wieder aufleben. Tether gab am Mittwoch bekannt, dass es die Investitionsrunde von NEURA Robotics, einem Full-Stack-Robotikunternehmen, angeführt hat, das rund 1,4 Milliarden Dollar einnahm. Der Stablecoin-Riese schloss sich Qualcomm Technologies, Amazon, NVIDIA, imec.xpand, Bosch, Schaeffler, der Europäischen Investitionsbank, Lingotto Horizon, InterAlpen Partners und anderen großen Unternehmen bei der jüngsten Serie-C-Finanzierung von NEURA Robotics an.
Das Geschäftsmodell von NEURA Robotics
NEURA Robotics ist ein in Deutschland ansässiges Unternehmen, das sich auf KI-gestützte Roboter spezialisiert hat. Daher bezeichnete es sich während seines Pitches auch als „Physical KI-Plattform“.
Das Unternehmen ist auf ein umfassendes Portfolio an Robotersystemen spezialisiert, darunter humanoide Roboter, Präzisionsroboterarme, autonome mobile Roboter (AGVs/AMRs) und Serviceroboter. Es entwickelte seine Maschinen „für den Einsatz in jeder Umgebung, in der die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine einen realen Mehrwert schafft“, darunter Fertigung, Logistik, Gesundheitswesen, Dienstleistungen und Privathaushalte.
NEURA Robotics hebt sich von traditionellen Robotikplattformen ab, indem es Robotik, KI, Sensoren, Edge-Computing und eine groß angelegte Lerninfrastruktur in einer einheitlichen Plattform vereint. David Reger, Gründer und CEO des Unternehmens, betonte, dass ihre KI im Gegensatz zu den aktuellen KI-Systemen, die auf Interaktion am Bildschirm beschränkt sind, auch physische Aufgaben bewältigen kann.
Die Roboter sind in der Lage, sich zu bewegen, zu lernen, zu interagieren und in der physischen Welt an der Seite von Menschen zu arbeiten. NEURA Robotics plant, die Mittel für die Skalierung der Produktion kognitiver Roboter einzusetzen, mit dem Ziel, bis 2030 mehrere Millionen Einheiten auf den Markt zu bringen. Darüber hinaus wird das Unternehmen die Investition nutzen, um seine Neuraverse-Softwareplattform und die Trainingsumgebungen für KI-gestützte Roboter zu erweitern.
Tether als Motor der Roboterwirtschaft
Im Zentrum der langfristigen Strategie von NEURA Robotics steht Neuraverse. Die einheitliche Software fungiert als kollektiver Verstand, der Roboter, Komponenten, KI-Modelle, Datenverarbeitung und Dienste zu einem einzigen, interoperablen Ökosystem verbindet.
Darüber hinaus bietet Neuraverse einen Marktplatz für Komponenten, KI und Simulationsfunktionen für autonome Robotersysteme. Hier kommt auch Tether ins Spiel.
Die Rolle von Tether geht über die eines Investors in NEURA Robotics hinaus. Der Stablecoin-Riese will die Maschinenwirtschaft von Neuraverse vorantreiben.
Das Unternehmen plant, sein firmeneigenes Wallet Development Kit (WDK), ein Toolkit zur Selbstverwahrung, direkt in das Robotik-Netzwerk zu integrieren. Auf diese Weise können KI-Systeme Zahlungen verarbeiten, Gelder überweisen und andere Transaktionen innerhalb von durch Menschen vordefinierten Grenzen ausführen.
Das Modell macht Zwischenhändler überflüssig, senkt Kosten und beschleunigt Transaktionen, indem es die Abwicklung direkt in den Arbeitsablauf einbindet.






