- Der Krypto-Ermittler ZachXBT hat eine Überschneidung im Geldfluss im Zusammenhang mit den Exploits bei Kelp DAO und Humanity Protocol entdeckt.
- Dieser Trend schließt eine mögliche Beteiligung von Insidern aus und untermauert frühere Erkenntnisse, die auf ausländische Akteure hindeuten.
In den letzten Monaten gab es zwei große Exploits, die Kelp DAO (WRSETH) und Humanity Protocol (H) Millionen von Dollar gekostet haben. Ein bekannter Krypto-Ermittler enthüllte später, dass die Angreifer bei den beiden Vorfällen wahrscheinlich miteinander in Verbindung stehen, was darauf hindeutet, dass sie möglicherweise von einer einzigen Gruppe aus operieren.
Zusammenfluss der gestohlenen Gelder von Kelp DAO und Humanity Protocol
Laut einem Bericht, der dem beliebten Krypto-Ermittler ZachXBT zugeschrieben wird, haben sich die Bewegungen der gestohlenen Gelder aus den Angriffen auf Kelp DAO und das Humanity Protocol am Samstag kurz nach Mitternacht (UTC) an einer einzigen Wallet-Adresse vereinigt. Ihr Fluss überlappte sich unter dem Transaktions-Hash 5d31655a905b1b39ce1a477268b5084cc821157371860b792e60a3fa4aa24931.

ZachXBT erklärte, dass Analysten nach dem Angriff auf den H-Token zunächst Bedenken hinsichtlich der Kontrolle des Angebots durch Insider und aktiver Market-Making-Taktiken über zentralisierte Börsen (CEXs) geäußert hatten. Der kurz vor der Freigabe der Anteile für Investoren erfolgte Angriff untermauerte ihre Theorie.
Zurück zur neuen Entdeckung: Der Ermittler wies darauf hin, dass die Geldspur jetzt eine mögliche Beteiligung von Insidern ausschließt. Die neuesten Fakten stützen die ersten Erkenntnisse von LayerZero (ZRO) Labs, die die nordkoreanische Hackergruppe Lazarus Group mit dem pseudonymen Angreifer von Kelp, TraderTraitor, in Verbindung bringen.
Der Kelp-DAO-Vorfall
Der Angriff auf die Kelp-DAO im April war mit Abstand der größte Krypto-Raubüberfall des Jahres 2026. Der Vorfall führte innerhalb kürzester Zeit zu einem Verlust von rund 292 bis 294 Millionen Dollar.
Das Ereignis ließ den Total Value Locked (TVL) von Kelp innerhalb von nur wenigen Stunden um rund 400 Millionen Dollar schrumpfen. Der Dominoeffekt wirkte sich auch auf Aave (AAVE) aus. Die uneinbringlichen Forderungen in dessen System ließen den TVL in diesem Zeitraum um 7 Milliarden Dollar einbrechen.
Spätere Berichte behaupteten, dass Kelp DAO 71 Millionen US-Dollar der Erlöse aus dem Exploit eingefroren habe. Der Rest war jedoch bereits außer Reichweite.
Die Schuldzuweisungen reichten von Sicherheitslücken seitens Kelp DAO bis hin zum Versagen des Omnichain-Messaging-Protokolls von LayerZero.
Der Raubzug auf das Humanity Protocol
Der Fall des Humanity Protocol Anfang Juni führte zu einem Verlust von 36 Millionen US-Dollar über drei Transaktionen hinweg. Der Vorfall hatte eine ironische Wendung: Der Angreifer führte einen Sybil-Angriff auf ein Netzwerk durch, das versprochen hatte, Nutzer vor genau dieser Schwachstelle zu schützen. Zudem ließ die Absurdität des Vorfalls den Kurs des H-Tokens innerhalb weniger Stunden um fast 90 % abstürzen.
Der Angriff wurde durch eine zentrale Schwachstelle im System ermöglicht, da die Chain nur einer einzigen Person sechs Signaturschlüssel für ihre Multi-Sig- und Hot-Wallets anvertraut hatte.







