- Japans Aufsichtsbehörde, das Finanzministerium und die Zentralbank führen Gespräche mit Finanzinstituten, um die Integration der Blockchain in die Abwicklung von Aktien- und Anleihegeschäften zu prüfen.
- Aus dem Staatshaushalt geht hervor, dass im Haushaltsjahr 2026 neue Staatsanleihen im Wert von 29,6 Billionen Yen ausgegeben werden sollen.
- Die Börsen in Tokio und Nagoya wickelten im letzten Haushaltsjahr Transaktionen im Wert von 3,39 Billiarden Yen ab.
Der Quelle zufolge arbeiten die Finanzaufsichtsbehörde (FSA), das Finanzministerium (MOF) und die Bank of Japan (BOJ) eng mit Finanzinstituten zusammen, um die Integration der Blockchain-Technologie zu untersuchen und so eine sofortige, effiziente Abwicklung von Aktien- und japanischen Staatsanleihetransaktionen zu ermöglichen. Die Gruppe plant, bis zum Sommer eine Arbeitsgruppe ins Leben zu rufen, um einen Rahmen zu erarbeiten, der den Weg für einen Entwicklungsplan bereits ab 2027 ebnen soll.
Der Entwicklungsplan wird das für die neue Initiative am besten geeignete Blockchain-Modell festlegen. Zudem wird er die konkreten Beiträge und Zuständigkeiten der an dem Projekt beteiligten Regierungsbehörden und Institutionen definieren.
Darüber hinaus wird der Rahmenplan einen Fahrplan festlegen, der als Leitfaden für die Umsetzung der einzelnen Phasen des Programms dient. Bei Genehmigung strebt die Gruppe eine vollständige Inbetriebnahme des Systems bis Anfang der 2030er Jahre an. Die Teilnehmer erwägen zudem, die Funktionen der Initiative auf internationale Überweisungen auszuweiten.
Warum das wichtig ist
Japan ist mit einem BIP von 4,38 Billionen US-Dollar die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt und die zweitgrößte im asiatisch-pazifischen Raum (APAC). Reuters berichtet, dass Japan auf Grundlage seines Haushaltsplans für das Geschäftsjahr 2026 neue Staatsanleihen im Wert von etwa 29,6 Billionen Yen (rund 190 Milliarden US-Dollar) ausgeben wird. Es wird prognostiziert, dass diese Zahlen bis zum Haushaltsjahr 2029 auf 38 Billionen Yen ansteigen werden. Unterdessen berichtet Nikkei, dass die Börsen in Tokio und Nagoya im letzten Geschäftsjahr einen Gesamtumsatz von 3,39 Billiarden Yen (rund 21 Billionen US-Dollar) verzeichneten.
Die Umsetzung des Projekts soll die Reibungsverluste bei der Abwicklung von Aktien- und Anleihegeschäften deutlich reduzieren, eine Abwicklung nahezu in Echtzeit ermöglichen und es Anlegern erlauben, Erlöse aus dem Verkauf von Vermögenswerten innerhalb kurzer Zeit wieder anzulegen. Die Barabwicklung von Aktiengeschäften dauert in der Regel zwei Tage nach der Ausführung, während japanische Staatsanleihen (JGB) einen Tag nach der Ausführung abgewickelt werden.
Darüber hinaus werden diese Wertpapiere durch den Einsatz in einem Distributed-Ledger-System den Anlegern rund um die Uhr und das ganze Jahr über zur Verfügung stehen. Ein unterbrechungsfreier Handel, frei von den Einschränkungen traditioneller Banköffnungszeiten, soll das Handelsvolumen steigern und mehr inländische und internationale Liquidität auf die japanischen Märkte bringen.







