- Die Regulierungsbehörden von Hongkong und der Schweiz haben kürzlich bei einem Treffen in Bern ihre Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg gestärkt.
- Bei dem Treffen ging es auch um digitale Währungen, KI im Bankwesen und Initiativen für grüne Finanzierungen.
Die Hong Kong Monetary Authority (HKMA) und das Schweizer Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) trafen sich am 29. Januar 2026 in Bern zum 8. Finanzdialog zwischen Hongkong und der Schweiz. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Verbesserung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Finanzbereich zwischen den beiden Ländern.
Der Dialog zwischen HKMA und SIF
Den Vorsitz des Dialogs hatten Darryl Chan, stellvertretender Geschäftsführer der HKMA, und Christoph König, stellvertretender Staatssekretär des SIF. Vertreter der Schweizerischen Nationalbank (SNB) und der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) nahmen ebenfalls an der Veranstaltung teil.
Die Parteien tauschten Daten über regionale und nationale Wirtschaftsaussichten, politische Herausforderungen und die neuesten Entwicklungen im Bereich Regulierung und Markt aus. Ein wichtiger Teil der Gespräche drehte sich um die Stärkung ihrer Zusammenarbeit in den Bereichen nachhaltige Finanzen, Fintech und regulatorische Interoperabilität.
Im Fintech-Teil des Gesprächs ging es vor allem um den reibungslosen grenzüberschreitenden Kapitalverkehr über digitale Währungen, die Integration von KI in das Bankwesen und Rahmenbedingungen für grüne Finanzen.
Digitale Währungen in Hongkong und der Schweiz
Im Laufe der Jahre haben sich Hongkong und die Schweiz zu den wichtigsten Toren für Blockchain- und digitale Währungsinnovationen entwickelt, darunter Kryptowährungen und tokenisierte reale Vermögenswerte (RWAs). Die Zusammenarbeit zwischen HKMA und SIF sorgt für eine Angleichung ihrer Roadmaps und schafft so nahtlose Möglichkeiten für Institutionen, Vermögenswerte auf dem asiatischen und europäischen Kontinent auszugeben, zu handeln und abzuwickeln.
Die Schweiz hat sich einen Ruf als Pionierin in der Blockchain-Regulierung erarbeitet, was durch die Gründung des Crypto Valley in Zug verdeutlicht wird. Sie ist seit langem das Zentrum für Web3 und digitale Währungen in Europa.
Unterdessen verschaffte Hongkong sein Status als Sonderverwaltungszone (SAR) Chinas freie Hand bei der Regulierung digitaler Währungen, sodass es einen unabhängigen Kurs gegenüber dem restriktiveren Ansatz des Festlands verfolgen konnte. Dank dieser Position wurde Hongkong zu einem Zentrum in Asien und zu einem der führenden Labore für Innovationen im Bereich Web3 und Kryptowährungen.
KI im Bankwesen
Laut IBM, das sich auf eine Studie von McKinsey beruft, waren große Banken 40 % weniger produktiv als Digital Natives. Daher werden sie jetzt von Start-ups und aufstrebenden Banken, die KI in ihre Abläufe integrieren, abgehängt.
KI-Agenten sind ein aufstrebendes Element in dieser entscheidenden Ära im Bank- und Finanzwesen. Sie haben sich von einfachen, programmierbaren Chatbots zu autonomen „digitalen Mitarbeitern” entwickelt, die über die Automatisierung hinaus komplexere Aufgaben bewältigen können, die analytisches Denken und Schlussfolgern erfordern. Sie können auf der Grundlage früherer Interaktionen, automatisierter Datenerfassung und benutzerdefinierter Ziele selbstständig lernen und sich anpassen.
Grüne Finanzwirtschaft
Das Word Economic Forum (WEF) definiert Green Finance als jede strukturierte Finanzaktivität, egal ob Produkt oder Dienstleistung, die darauf abzielt, bessere Umweltresultate zu erzielen.
Das kann in Form von Krediten, Schuldenmechanismen und Investitionen geschehen und ebnet den Weg für die Entwicklung von grünen Projekten, den Schutz oder die Erhaltung der Umwelt, den Erhalt der Artenvielfalt, die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen, Energieeffizienz, die Verringerung von Umweltverschmutzung, die Minimierung der Klimaauswirkungen von Unternehmen und die Schaffung einer Kreislaufwirtschaft, um nur einige Beispiele zu nennen.







