- Die US-Steuerbehörde IRS gab bekannt, dass zwischen 2013 und 2021 nur 6,5 % der US-Steuerzahler ihre Aktivitäten im Zusammenhang mit Kryptowährungen angegeben haben, obwohl die Behörde für denselben Zeitraum einen Anteil von 12 % bis 21 % an Krypto-Nutzern schätzt.
Bloomberg hat unter Berufung auf Daten der US-Steuerbehörde IRS aufgedeckt, dass die Mehrheit der Kryptowährungsnutzer ihren Steuerpflichten nicht nachgekommen ist. Dem Bericht zufolge haben nur 6,5 % der amerikanischen Steuerzahler ihre Krypto-Verkäufe zwischen 2013 und 2021 angegeben.
Im Vergleich dazu schätzte die Quelle, dass etwa 12 % bis 21 % der Erwachsenen in den USA in diesem Zeitraum Kryptowährungen besaßen. Der Trend deutet auf erhebliche Steuerausfälle allein durch Nutzer digitaler Währungen hin.
Für 2022 prognostizierte der IRS die tatsächliche Steuerschuld in den USA auf 4,635 Billionen US-Dollar. Die Netto-Steuerlücke, also die nicht eingenommenen Steuern der Behörde, belief sich hingegen auf 606 Milliarden US-Dollar.
Prognosen zur Steuerlücke in den USA (Quelle: IRS)
Ein Sprung ins Jahr 2025: CoinTracker zeigte, dass es in den USA durchschnittlich 836 Kryptotransaktionen gab. Nutzer von digitalen Währungen gaben bei ihren kurzfristigen Beständen einen durchschnittlichen Gewinn von 2.692 $ und einen durchschnittlichen Verlust von 636 $ an.
Das häufigste Profil von Privatanlegern
Interessanterweise ergab die Studie, dass die meisten Krypto-Nutzer zur jüngeren und einkommensschwachen Bevölkerungsgruppe gehörten. Zudem bevorzugten die meisten von ihnen Meme-Coins mit hohem Einsatz aufgrund ihres spekulativen Potenzials.
Die Forscher stellten fest, dass Krypto-Nutzer in der Regel stärker polarisierte Anlagegewohnheiten aufweisen als der durchschnittliche Aktienanleger.
Herausforderungen bei der Besteuerung von Kryptowährungen
Man könnte argumentieren, dass es zu viel Transparenz in der Blockchain gibt. Dennoch bleibt die Aufdeckung illegaler Aktivitäten, darunter Geldwäsche, Umgehung von Sanktionen und Steuerhinterziehung, eine enorme Herausforderung. Die Ironie der Blockchain besteht darin, dass sie zwar jede Transaktion in einem öffentlichen Hauptbuch erfasst, die Beträge der Überweisungen und die alphanumerischen Zeichenfolgen in den digitalen Adressen jedoch keine Rückschlüsse auf die Identität der dahinter stehenden Personen zulassen. Selbst wenn Nutzer ihre Adressen in für Menschen lesbare Namen umwandeln, verwenden sie oft Pseudonyme. Andererseits liefert die Verwendung ihrer echten Namen ohne externe Datenpunkte, die ihre Identität bestätigen, keinen unmittelbaren schlüssigen Beweis für ihre Verbindung zu ihren Krypto-Wallets.
Angesichts dieser Faktoren wird es einem IRS-Beamten schwerfallen, die Adressen zuzuordnen, es sei denn, die Besitzer interagieren mit zentralisierten Börsen, füllen KYC-Formulare (Know Your Customer) aus oder versuchen, Gelder unter Verwendung ihrer Bankdaten abzuheben.
Die Schwierigkeit wird noch größer, wenn Nutzer sich ausschließlich auf Plattformen der dezentalen Finanzen (DeFi) verlassen, die außerhalb der KYC-Anforderungen operieren. Gleiches gilt, wenn Geldtransfers oder Umwandlungen außerhalb des regulatorischen Rahmens stattfinden oder wenn Leute Privacy-Token oder Krypto-Mixer nutzen, um ihre Spuren zu verwischen.







