- Befürworter befürchten, dass Patrick Witts bevorstehender Militärurlaub den CLARITY Act weiter bis ins nächste Jahr verzögern wird.
Patrick Witt, Geschäftsführer des Beratergremiums des Präsidenten für digitale Währungen, geht in den Militärurlaub. Damit verliert der „Digital Asset Market Clarity (CLARITY) Act“ seinen Ansprechpartner im Weißen Haus.
Patrick Witts Militärdienst
Der Krypto-Berater des Weißen Hauses nimmt Berichten zufolge Militärdienst, da er am 27. Juli seine obligatorische Ausbildung zum Judge Advocate General (JAG) bei der Georgia National Guard beginnen wird. Dies ist Teil der Voraussetzungen für seinen Aufstieg zum JAG-Offizier, also zum Militärjuristen.
Laut Berichten hat sich Witt bereits im vergangenen Frühjahr für das mehrmonatige Programm angemeldet. Zunächst hatte er um eine Verschiebung seiner Teilnahme gebeten und dabei seine entscheidende Rolle im Weißen Haus angeführt, insbesondere bei den Verhandlungen zum CLARITY-Gesetz. Nachdem die oberste Führungsebene seinem vorherigen Antrag zugestimmt hatte, kann er nun nicht mehr auf dasselbe Privileg zurückgreifen, um seine Teilnahme an dem Pflichtprogramm weiter hinauszuzögern.
Was das für den CLARITY Act bedeutet
Witt hat sich zu dieser Angelegenheit noch nicht offiziell geäußert. Die jüngsten Entwicklungen haben die Krypto-Community jedoch beunruhigt.
David Sacks, Vorsitzender des Präsidentenrats für Wissenschaft und Technologie, bezeichnete Witt ausdrücklich als „absolut unverzichtbar, um den CLARITY Act über die Ziellinie zu bringen“. Das allein spricht für seine entscheidende Rolle bei dem anstehenden Gesetzentwurf, der regulatorische Rahmenbedingungen für die Krypto-Branche schaffen soll.
Die Stimmung hinsichtlich der Verabschiedung des CLARITY Act in diesem Jahr trübte sich angesichts dieser Neuigkeiten ein, wobei die Quoten bei Polymarket am Dienstag auf 39 % sanken. Dies spiegelt einen historischen Tiefstand für den parteiübergreifenden Gesetzentwurf wider, da er neben Witts bevorstehender Abwesenheit auch der kritischen Prüfung durch Gesetzgeber ausgesetzt ist, die seine ethischen Aspekte und die Bestimmungen zum Schutz von Open-Source-Software-Entwicklern hinterfragen.

Dennoch geht die Öffentlichkeit davon aus, dass Harry Jung, stellvertretender Direktor des Beratergremiums des Präsidenten für digitale Währungen, Witts Rolle vorübergehend übernehmen wird. Mit seinem Werdegang – unter anderem als Krypto-Verantwortlicher bei der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) und als Senior Vice President bei Citi – bringt er einen reichen Schatz an institutionellem Wissen mit.
Witt reagiert auf den letzten Vorstoß von ABA und ICBA für ein Stablecoin-Renditeverbot
Unterdessen scheinen die American Bankers Association (ABA) und die Independent Community Bankers of America ihren Vorstoß für strenge Stablecoin-Bestimmungen im CLARITY Act nicht aufzugeben. Am Wochenende schrieben die Branchenverbände an den Mehrheitsführer im Senat, John Thune, und den Minderheitsführer, Charles Schumer, und drängten die Gesetzgeber, ihre Position zu den teilweisen Beschränkungen der Stablecoin-Renditen zu überdenken.
Genau wie schon bei den hitzigen Diskussionen im Weißen Haus in der ersten Hälfte des Jahres 2026 behaupteten sie, der aktuelle Wortlaut des parteiübergreifenden Gesetzentwurfs sei nach wie vor mehrdeutig. Sie sagten, dies könne es Stablecoins weiterhin ermöglichen, mit Bankeinlagen zu konkurrieren, was eine Kapitalflucht von Banken hin zu Kryptowährungen auslösen könnte.
Witt forderte sie auf, das Thema ad acta zu legen, da es bereits vor der Senatsberatung zum CLARITY Act geklärt worden sei.
„Frage gestellt und beantwortet“, kommentierte Witt. „Lasst es endlich gut sein.“







