- Bitget-Chefanalyst Ryan Lee teilte seine Erkenntnisse mit Blockzeit und erläuterte, wie die Blockchain die Entwicklung der traditionellen Finanzen vorantreibt.
JPMorgan, die weltweit größte Bank, steht kurz davor, ein dramatisches Wachstum in der Branche auszulösen, da sie Berichten zufolge die Integration der Blockchain-Technologie in Teile des 13 Billionen Dollar schweren Repo-Marktes (Repurchase Agreement) vorbereitet. Für Ryan Lee, Chefanalyst bei Bitget Research, zeigt dieser bedeutende Schritt, in welche Richtung sich Finanzinstitute bewegen.
Wie die Blockchain die globalen Finanzmärkte verändert
Lee erklärte, dass die Blockchain die globalen Finanzmärkte grundlegend verändert und eine T+0-Abwicklung nahezu in Echtzeit ermöglicht. Zudem verbessert sie das Liquiditätsmanagement im Vergleich zu den T+2- und T+1-Zyklen der traditionellen Finanzen (TradFi). Sie hilft dabei, ungenutztes Kapital zu optimieren und Finanzierungskosten zu senken, wodurch die Markteffizienz gesteigert wird.
Die Technologie führt zudem zu einer besseren Mobilität von Sicherheiten. Programmierbare Smart Contracts ebnen den Weg für den nahtlosen grenzüberschreitenden Transfer digitaler Währungen als Sicherheiten – ohne Weiterverpfändung –, um aus gebundenen Liquiditäten Wert zu generieren.
Darüber hinaus mindern die atomaren Abrechnungen der Blockchain und die transparente On-Chain-Verifizierung das Kontrahentenrisiko. Sie minimieren das Risiko durch Faktoren, die systemische Schwachstellen auslösen könnten, wie sie beispielsweise in der globalen Finanzkrise von 2008 auftraten.
Reife bei der Blockchain-Einführung unter Finanzinstituten
Lee betonte, dass Finanzinstitute Blockchain nicht mehr nur für buzzwordgetriebene Experimente, Spekulationen oder bloße Engagements in Bezug auf Kryptowährungen nutzen. Sie setzen sie als Notwendigkeit ein, um operative Effizienz und die Modernisierung der Abwicklung zu ermöglichen. Er bezeichnete den Trend als „pragmatische Reifung der Einführung“ seitens der alten Garde des Finanzsektors.
Der Analyst betonte, dass die Blockchain-Integration im Bankwesen und im TradFi die Abstimmungskosten senkt, die Compliance automatisiert und einen globalen 24/7-Betrieb ermöglicht. Diese Vorteile sorgen im Wesentlichen für einen sofortigen ROI, unabhängig von der Volatilität der Token-Preise.
Außerdem wies Lee darauf hin, dass atomare Abwicklungen und Zahlungen nahezu in Echtzeit die Kosten und Verzögerungen im Vergleich zu veralteten Systemen wie dem alten SWIFT-Standard deutlich reduziert haben. Sie bieten zudem sofortige Liquidität und transparente Nachverfolgung.
Insgesamt stellte Lee fest, dass die sich abzeichnende Revolution die nächste Phase der institutionellen Blockchain-Einführung einläutet. Der Fokus verlagert sich jetzt von spekulativen Pilotprojekten hin zu einer produktionsreifen hybriden Infrastruktur, die TradFi und Krypto miteinander verbindet.
Wachstum tokenisierter Repos
Tokenisierte Repos dominieren weiterhin den Bereich der Tokenisierung realer Vermögenswerte (RWA). Tatsächlich übersteigt ihr Gesamtwert sogar die gesamte Marktkapitalisierung von Stablecoins.
Der RWA-Markt hat jetzt einen Wert von 706 Milliarden US-Dollar. Fast 50 % davon, also 347 Milliarden US-Dollar, entfallen auf tokenisierte Repos, deren Wert von 277 Milliarden US-Dollar Mitte Juni 2025 stark angestiegen ist. Sie haben damit die Marktkapitalisierung des Stablecoin-Marktes von 302 Milliarden US-Dollar deutlich überholt.







